Alles in Ordnung - Es geht mir gut

Wenn das Wort Ordnung fällt, beschleicht uns meist ein unangenehmes Gefühl. Das hängt damit zusammen, dass wir Ordnung in der Regel als etwas erfahren haben, das von außen diktiert wird. Und wir müssen uns fügen, aus Furcht vor unangenehmen Konsequenzen.
Wir nehmen Ordnung als etwas Starres wahr, das unsere Gestaltungsfreiheit einschränkt. Sie gibt uns zwar Sicherheit, aber verursacht auch gleichzeitig Anspannung, Enge und beraubt uns unserer Orginalität.
Ordnung in den eigenen 4 Wänden ist jedoch nichts Starres und wird auch nicht von aussen diktiert.
Was dort in Ordnung ist, ist so individuell wie Sie und orientiert sich außschließlich an Ihren Gefühlen und Bedürfnissen.
Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung wohlfühlen, wenn es Ihnen dort gut geht - dann ist alles in Ordnung. Dann sind Ihre Bedürfnisse erfüllt.
Wenn Sie sich dort unwohl fühlen, dann ist das ein Hinweis darauf, dass Ihre Bedürfnisse nicht erfüllt sind und dass Sie etwas anderes brauchen.

Also, um herauszufinden, was ganz speziell für Sie in Ordnung ist, gibt es 2 einfache Fragen:

„Wie geht es mir?“        (Die Frage nach Ihren Gefühlen) und
„Was brauche ich?“      (Die Frage nach Ihren Bedürfnissen)

Mit diesen beiden Fragen fängt das Ordnung schaffen, das Aufräumen an.

Was ist es denn, was Sie wirklich brauchen?
Diese Frage klingt einfach, fordert aber Geduld und Achtsamkeit.
Wir sind es nicht gewohnt, unsere Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen, sie wertzuschätzen und sorgsam damit umzugehen.
Meist ist der Kontakt dazu in unserem frühkindlichen Kampf ums Überleben verloren gegangen. Der Kontakt zu uns selbst hat uns nicht zu dem geführt, was wir so dringend gebraucht haben: Anerkennung, Liebe und Bestätigung.
Wir haben es vorgezogen, uns zu verleugnen und den Erwartungen derer zu entsprechen, von denen wir abhängig waren.
Das hat unser Überleben gesichert, aber der Preis war hoch: wir haben den Kontakt zu uns und unseren Gefühle und Bedürfnisse verloren.
Und heute vermissen wir schmerzlich den Zugang dazu. Ein tiefer Mangel ist entstanden.


Der Kampf ums Überleben ist jetzt gewonnen und die Zeit ist reif, dies zu realisieren und sich dem Leben, dem Da-Sein zuzuwenden. Bloß, was ist das?
Zu dieser Forschungsarbeit möchte ich Sie einladen.


Bin ich im Lebensmodus, darf ich mich spüren. Und zwar genau so, wie ich bin. Ich muss nicht flüchten, ich darf Da-Sein. Ich kann loslassen, mich entspannen, weil ich Vertrauen habe.

Bin ich im Überlebensmodus, dann habe ich die Überzeugung, dass ich nie ausreichend versorgt bin, dass ich spielen, manipulieren und kämpfen muss, um meine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Und ich halte so stark, wie möglich an den Dingen fest.

Die steigern meist nicht die Qualität meines Lebens, aber sie geben mir die Illusion von Sicherheit.


Die Kunst des Überlebens ist aus Gründen der Gewohnheit sehr viel besser entwickelt, als die Kunst des Lebens.
Tausend Generationen unserer Vorväter und Vormütter haben bitteren Mangel erlebt, sich im Überlebenskampf bewährt. Das hat sich tief eingebrannt.

 

Sammeln als Überlebensstrategie hat sich bestens bewährt.
Wenn Sie viele Dinge zuhause haben, dann spiegelt Ihnen das, dass Sie sich im Überlebensmodus befinden. Sie sind in der Quantität, nicht in der Qualität.

Sie sind im Mangelbewusstsein und nicht im Vertrauen.

Vertrauen ist ein mächtiger Schlüssel, diesen Raum der Angst verlassen zu können.

Was ist eigentlich in Ordnung?

Selbstermächtigung und Führung
Ich weise den Dingen, mit denen ich mich umgebe, einen angemessenen Platz zu.

Entscheidungen
Was ist ein angemessener Platz für meine Sachen? Ich bleibe HerrIn im eigenen Haus und lasse mich nicht von Dingen dominieren.


Präsenz
Ich bin aufmerksam mit meinem Fühlen, meinen Wahrnehmungen und Bedürfnissen.

Das Leben
Das Da-Sein kultivieren. Da darf meine Energie fliessen.


Der Überlebensmodus.
Das kann ich schon. Das Mangelbewusstsein wird wahrgenommen, aber nicht mehr mit den alten Strategien abgewehrt.


Entspannung
Bewusste Investition in die Resilienz.


Bewusstheit
Wie wirkt die von mir gestaltete Welt auf mich (Gegenstände, Farben, Oberflächen und Räume)? Will ich das wirklich so?


Struktur
Kurze Wege, geeignete Orte, thematische Zusammenfassung, Orientierung und Überblick.


Wenn ich mich wohl fühle - so, wie es ist! Das ist in Ordnung!

Und wozu ist Aufräumen gut?
Ich räume auf, um diesen Zustand der Ordnung herzustellen.

"Unordnung ist eine Art von Betäubung"    Jenny Holzer

Sie befinden sich gerade auf der Reise durch ihr Leben.
Ihre Wohnung ist der Ort, an dem Sie das Gepäck für diese Lebensreise lagern.
Meine Frage ist: Haben Sie das richtige Gepäck?

Gepäck ist sehr wichtig. Warum?
Es hilft Ihnen Ihre Ziele zu erreichen. Sie wollen eine gute und erfüllte Lebensreise haben und den Weg, den Sie gehen wollen gut bewältigen.

Meist haben wir zuviel Gepäck zuhause - und reisen nicht damit!
Und wir passen unsere Reise unserem Gepäck an.
Wir verbringen unsere Zeit damit unser Gepäck zu verwalten und zu archivieren. Wir ordnen uns unserem Gepäck unter und reisen in die Stagnation.


Geben Sie diese Macht nicht aus den Händen! Bleiben Sie die ReiseleiterIn, bleiben Sie die HerrIn im Haus. Sie sagen, wo die Reise hingehen soll.

Das Gepäck ist wichtig - aber es ist nicht die Reise selbst.
Es ist die Reise, die gemacht werden will.

Das Leben will fliessen. Viel Gepäck bedeutet Stagnation!

Die meisten Dinge brauchen wir nicht. Wir halten sie vor, weil wir einen Mangel in der Zukunft befürchten. Wir erhoffen uns Sicherheit und folgen doch nur der Spur der Angst.
Das Loslassen von Dingen gibt den Blick frei auf unseren Mangel und unsere emotionalen Löcher.

Was ist eigentlich in Unordnung?

Verwirrung und Betäubung
Sie verhindern, dass Sie dorthin gelangen, wo Ihre Sehnsucht hinwill.


Stress
Hören Sie auf Ihren Körper. Der weiß oft viel besser als Ihr Verstand, was Ihnen gut tut.


Viele Projekte
Sie schlummern zu Hunderten in unseren Habseligkeiten und warten auf Erledigung.
Entweder Du erledigst Deine Projekte oder sie erledigen Dich!


Kapitulation
Nicht vor Ihrem Besitz.


Stagnation
Veränderung ist für uns oft gleichbedeutend mit Unsicherheit, Verlust und Leiden. Aber es ist der Wandel, der das Wesen unserer Natur ist.


Unbewusstheit
Wenn wir den Mustern unseres Überlebensmodus bedingungslos folgen.

Wenn ich mich in meinem Zuhause schlecht fühle!

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